Green IT, wie ein Begriff die IT Welt verändert und verwirrt


Knapp ein Jahr ist es nun her, dass wir im newthinking network Team zum ersten Mal über die Idee einer Konferenz zum Thema Sustainable IT diskutiert haben. Damals war das Thema nur in einem begrenzten Maße auf dem Radar der IT Presse und der IT Verantwortlichen. Das hat sich bis heute gründlich geändert.

Wenn wir es aus heutiger Sicht betrachten, waren wir sehr weitsichtig mit unserer Idee, eine Konferenz zu diesem Thema im Herbst 2007 zu veranstalten. Nicht nur, dass sich bis heute die gesamte IT- Welt auf dieses Thema gestürzt hat. Auch in vielen anderen Branchen wird das Thema „Grün“ nun sehr groß geschrieben.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter den viel zitierten Begriffen wie Green IT? Geht es in dieser Debatte wirklich nur um der Stromverbrauch und die Inhaltsstoffe der Geräte, wie uns z. B. die CeBIT zu vermitteln versucht hat? Aus der Sicht von newthinking greift diese Betrachtung zu kurz. Wir hatten uns schon in der Vorbereitung der SUSTAINABLE IT Konferenz auf eine viel weitergehende Sichtweise auf das Thema verständigt. Klar, mit IT, wie z. B. für Telekonferenzen, lassen sich klimaschädliche Flugreisen vermeiden.

Auch in Logistik und Transport oder beim Stromverbrauch der Geräte lassen sich Einsparungen realisieren, die die IT-Welt grüner machen können. Doch liegt hier des Pudels Kern? Wir glauben nicht.

Eine grüne IT kann eigentlich nur mit einer nachhaltigen IT übersetzt werden. Diese Begrifflichkeit geht also weit über die „üblichen Verdächtigen“ Stromverbrauch und umweltschädliche Inhaltsstoffe hinaus.

Für eine nachhaltige, also Sustainable IT, muss es auch um die sozialen und gesellschaftlichen Aspekte der IT-Nutzung und Herstellung gehen. Wie IT andere Branchen „grüner“ machen kann und wie sieht es eigentlich mit den Lebenszyklen der heutigen IT-Produkte aus, die immer mehr zu schnelllebigen Wegwerf-Produkten werden, um sie mit günstigen Preisen in den Markt zu pressen. Wie bewahren wir digitales Wissen für die Zukunft auf, nicht nur auf welcher Hardware sondern auch insbesondere in welchen Formaten. Und was hat das alles mit der Globalisierung zu tun?

Leider konnten wir mit diesen Themen auf unserer Konferenz noch keine große Öffentlichkeit erreichen. Obwohl wir mit Cisco und der amina Stiftung interessante und aktive Partner gewinnen konnten, wurde die Veranstaltung doch nur von gut 100 Teilnehmern besucht und blieb so hinter unseren Erwartungen zurück.

Dies gilt aber nicht für die inhaltliche Tiefe des Events. Glücklicherweise hatten wir uns schon frühzeitig für die umfangreiche Dokumentation der Konferenz entschieden und können so gewährleisten, dass auch heute noch alle Vorträge und Diskussionen auf unserer Webseite abrufbar sind.

Natürlich wollen wir die Debatte über das Thema „Was ist Sustainable IT“ auch nachhaltig führen. Deshalb laden wir alle interessierten Fachleute und die, die es werden wollen, zu einem SUSTAINABLE-IT-Forum am 24. Juni 2008 in den newthinking store ein. Dort wollen wir die

unterschiedlichen Ansätze und Lesarten zu diesem Thema vorstellen und über mögliche Businessmodelle diskutieren. Aus unserer Sicht steht die Diskussion zum Thema am Anfang, ob das die IT-Industrie auch so sieht?

BITKOM-BMU-UBA Jahreskonferenz “Klimaschutz und Ressourceneffizienz” am 14.02.08 in Berlin

Eine Reihe wesentlicher Rohstoffe werden knapper, was steigende Kosten für diese bedingt. Der Klimaschutz bekommt eine neue Bedeutung. Aktuelle Prognosen zeigen erhebliche Gefahren für die Volkswirtschaften, für die Stabilität der Ökosysteme und für eine zukunftsfähige Entwicklung. Angesichts von Klimawandel, politischen Klimaschutzzielen und der öffentlichen Debatte darüber, welchen Beitrag sowohl Unternehmen als auch Verbraucherinnen und Verbraucher zum Klimaschutz und zum schonenden Umgang mit Ressourcen leisten können, stellen sich auch für die Informationswirtschaft und Telekommunikation neue wettbewerbsstrategische Fragen und ergeben sich neue Geschäftschancen.
Der Energieverbrauch der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) hat eine klimapolitische Dimension erreicht. Vor allem die Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen gehören zu den schnell wachsenden Stromverbrauchern. Der Stromverbrauch der ITK verursachte in Deutschland in 2004 rund 28 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen, während die des Flugverkehrs bei 22 Millionen t lagen. Die fortschreitende Durchdringung des Internets im Alltag, die Ausweitung hybrider Netzstrukturen (UMTS, W-LAN, Bluetooth usw.), der Trend zur ständigen Vernetzung (”Always on – Anywhere & Anytime”) verbunden mit einem wachsenden Bestand von in andere Produkte eingebettete ITK-Komponenten (”smarte” Geräte und Produkte) lassen einen weiter steigenden Strom- und Materialverbrauch erwarten.

Doch gerade für eine Branche wie die Informationswirtschaft und Telekommunikation zeigen sich in diesem Zusammenhang nicht nur große Herausforderungen, sondern auch enorme Potenziale, um zum schonenden Umgang mit Ressourcen beizutragen und die klimapolitischen Ziele zu erreichen.

Anmeldung und Informationen unter:

http://www.dialogprozess-konsum.de/itk-konferenz/

Questions and Answers

Die Veranstalter der Sustainable-IT Konferenz laden alle Interessierten zur Nachhaltigkeits-Debatte ein. Angestoßen und weiterhin betreut vom Jugendbündnis Zukunftsenergie, wollen wir gemeinsam dem Thema “Nachhaltigkeit in der IT-Wirtschaft” näher kommen. Zu diesem Zweck stellen wir eine Software-Plattform zur Verfügung, auf der wir Fragen mit Antworten in Verbindung bringen und den Akteuren einen gemeinsamen Handlungsraum geben. So ist es uns möglich gemeinsam Begrifflichkeiten zu schaffen, neue Themenkomplexe zu erstellen und natürlich auch Fragen und Antworten zu kreiieren.

Bisher wurden zu folgenden Kategorien über 40 Fragen und Antworten beigesteuert,

  • Energiesparen auf Hard- und Software Ebene
  • Rechenzentren
  • Internet-Infrastruktur
  • Verhaltenskodizes

Zur Unterstützung dieses Vernetzungsprozesses stellen wir Ihnen das Denkwerkzeug DeepaMehta zur Verfügung. Zugang gibts hier mit dem User “Open Inquiry” und dem Passwort “gast”. Wer noch keinen Account hat und an einem personalisierten Zugang zu der DeepaMehta Plattform interessiert ist, bekommt per email einen Zugang eingerichtet. Wir freuen uns auf rege Teilnahme und sind gespannt auf Ihre Fragen und Antworten.

Verhaltenskodex der IT-Branche ist ein Schwächling

Informationstechnologien können auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in allen Branchen und in der Gesellschaft einen großen Beitrag leisten. In ihrer eigenen Branche aber und bei den Nutzern sind die Hausaufgaben noch längst nicht gemacht. Das zeigten vergangene Woche zwei Konferenzen in Berlin und Offenbach zu nachhaltiger IT.

weiter lesen im Blogg von Susanne Bergius

Dokumentation der Veranstaltung

Die Videodokumentation der Sustainable-IT ist nun komplett online. Alle Files sind auch unter Programm verlinkt. Vielen Dank an die Beteiligten.
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Auf dem Weg zum fairen PC? - Sarah Bormann, PC Global

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Nachhaltigkeit von Software - Panel

Wie kann Software zum Ressourcenschutz und einer gerechten Verteilung von Wissen beitragen? Marcus M. Dapp, ETH Zürich; Elmar Geese, Linux Verband, Balthas Seibold, InWent; Matthias Kirscher, Free Software Foundation Europe. Moderation: Andrea Goetzke

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Fachdialog “Grüner Surfen”

Heute findet auf Einladung des Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung die Veranstaltung “Grüner Surfen” in Berlin statt.
www.izt.de/izt-im-ueberblick/presse/veranstaltungen-vortraege/
Sprecher sind dort u. a. Rolf Kersten von Sun Microsystems, Frau Sabine Lobmeyer von Cisco, die BITKOM oder auch STRATO - Referenten also, die schon auf der SUSTAINABLE -IT gesprochen haben. Ich werde mal sehen wen ich da noch so treffe.

Beeinflussen nachhaltige Wirtschaftsmodelle den Börsenwert des Unternehmens - Panel

Cornelia Ziehm, Staatsrätin im Ressort für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Bremen; Andreas Theyssen, Financial Times Deutschland; Brigitte Falk, SAP AG

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Börsenwert und Nachhaltigkeit - Brigitte Falk, SAP AG

Brigitte Falk, SAP AG

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