Eine Reihe wesentlicher Rohstoffe werden knapper, was steigende Kosten für diese bedingt. Der Klimaschutz bekommt eine neue Bedeutung. Aktuelle Prognosen zeigen erhebliche Gefahren für die Volkswirtschaften, für die Stabilität der Ökosysteme und für eine zukunftsfähige Entwicklung. Angesichts von Klimawandel, politischen Klimaschutzzielen und der öffentlichen Debatte darüber, welchen Beitrag sowohl Unternehmen als auch Verbraucherinnen und Verbraucher zum Klimaschutz und zum schonenden Umgang mit Ressourcen leisten können, stellen sich auch für die Informationswirtschaft und Telekommunikation neue wettbewerbsstrategische Fragen und ergeben sich neue Geschäftschancen.
Der Energieverbrauch der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) hat eine klimapolitische Dimension erreicht. Vor allem die Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen gehören zu den schnell wachsenden Stromverbrauchern. Der Stromverbrauch der ITK verursachte in Deutschland in 2004 rund 28 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen, während die des Flugverkehrs bei 22 Millionen t lagen. Die fortschreitende Durchdringung des Internets im Alltag, die Ausweitung hybrider Netzstrukturen (UMTS, W-LAN, Bluetooth usw.), der Trend zur ständigen Vernetzung (“Always on – Anywhere & Anytime”) verbunden mit einem wachsenden Bestand von in andere Produkte eingebettete ITK-Komponenten (“smarte” Geräte und Produkte) lassen einen weiter steigenden Strom- und Materialverbrauch erwarten.
Doch gerade für eine Branche wie die Informationswirtschaft und Telekommunikation zeigen sich in diesem Zusammenhang nicht nur große Herausforderungen, sondern auch enorme Potenziale, um zum schonenden Umgang mit Ressourcen beizutragen und die klimapolitischen Ziele zu erreichen.
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